Blick hinter die Kulissen: So entsteht ein Outfitpost
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Blick hinter die Kulissen: So entsteht ein Outfitpost

Stylen, modeln, fotografieren, schreiben, promoten – als Bloggerin hat man die Möglichkeit, in ganz unterschiedliche Rollen zu schlüpfen. Da ich immer wieder die Frage gestellt bekomme, wie lange ich denn für die Fertigstellung eines Blogposts benötige, wer meine Fotos macht und welche Kamera ich verwende, werde ich Dir in diesem Blogpost einen kleinen Einblick hinter die Kulissen gewähren. Ich erkläre Dir Schritt für Schritt, wie ein Outfitpost entsteht und was es zu beachten gibt.

Schritt 1: Die Vorbereitung

Vorbereitung ist wichtig! Arbeite ich an einem besonders umfangreichen Beitrag, wie zum Beispiel über die Mode im Film „Ihre beste Stunde“, so überlege ich mir zuerst, welche Outfits ich gerne zeigen möchte. Anschließend mache ich mich in diversen Online-Shops auf die Suche nach passenden Klamotten und schreibe die entsprechenden Firmen an, ob sie gerne Teil des Beitrages wären. Da es natürlich immer etwas dauert, bis man eine Antwort bekommt und noch länger, bis die Pakete dann schließlich eintrudeln, ist es wichtig, früh genug mit der Vorbereitung anzufangen. Sobald ich die benötigten Klamotten habe, sehe ich mir die Wetterberichte an und plane dementsprechend das Shooting.

RetroCats Kalender zur Planung der Outfitposts


Schritt 2: Das Zusammenstellen der Outfits

Von allen Schritten macht mir dieser definitiv am meisten Spaß. Ich könnte Stunden damit verbringen, neue Outfits zusammenzustellen und entsprechende Accessoires zu suchen. Sobald ich alles habe, hänge ich die Outfits auf eine Kleiderstange. Das verhindert, dass ich bei Shootings wichtige Dinge, wie beispielsweise passende Schuhe, vergesse. Außerdem überlege ich mir in diesem Zuge auch gleich, wie ich mein Make-up gestalten möchte und welche Frisur ich machen werde.


Schritt 3: Die Location-Suche

Ist ein schönes Outfit gefunden, mache ich mich auf die Suche nach einer passenden Location. Mittlerweile helfen mir dabei auch immer wieder meine Eltern und Freunde. Wer einen hübschen Ort für Fotoshootings entdeckt hat, lässt mich das sofort wissen. 😉

RetroCat und Fotograf mrPix bei der Location-Suche


Schritt 4: Das Styling

Sind Outfit und Location gefunden, geht es ans Styling. Haare und Make-up mache ich dabei grundsätzlich selbst. Je nach Look und Thema kreiere ich entweder ein sehr authentisches Vintage-Styling oder aber setze mit Make-up und Frisur moderne Akzente, wie beispielsweise hier.


Schritt 5: Das Fotoshooting

Nachdem das Stylen erledigt ist, geht es endlich los mit dem Fotoshooting. Ich mach mich immer gemeinsam mit meinem Freund Martin auf den Weg, der glücklicherweise ein leidenschaftlicher Fotograf ist (seine Webseite findest Du hier). Wenn wir Glück haben, können wir noch einen Assistenten auftreiben, der uns etwas hilft. Oft sind wir aber wirklich nur zu zweit unterwegs. Beim Shooting selbst sind wir mittlerweile recht routiniert. Je nachdem wie die Lichtverhältnisse sind und wie viele verschiedene Outfits fotografiert werden sollen, benötigen wir dafür zwischen fünfundvierzig Minuten und mehreren Stunden. Trotzdem sitzt nicht jeder Schuss, was eigentlich meistens an mir liegt. Heraus kommen dann solch lustige Bilder, wie ich sie bereits in meinen Outtakes (hier und hier) gezeigt habe.

Martin fotografiert übrigens mit der Sony Alpha 7s, ich mit der Sony Alpha 6300.

RetroCat und Martin von mrPix bei der Arbeit


Schritt 6: Bildauswahl und Bearbeitung

Die zuvor gemachten Fotos müssen nun noch aussortiert und anschließend bearbeitet werden. Dabei habe ich glücklicherweise wieder Hilfe. Martin übernimmt das nämlich für mich. Mir ist hier jedoch sehr wichtig, dass die Bilder nicht zu stark verändert werden. Normalerweise werden nur die Farbstimmung sowie Kontrast und Temperatur angepasst. Natürlich werden auch mal einzelne Pickelchen weggezaubert, von zu krassen Veränderungen nehmen wir aber Abstand. Martin nutzt übrigens für fast alle Fotos Adobe Lightroom, Photoshop kommt bei uns eher selten zum Einsatz. 😉

Ein Vorher-Nachher-Bild von RetroCat


Schritt 7: Beitrag schreiben und übersetzen

Schritt  sechs und sieben laufen normalerweise parallel ab. Während Martin die Bilder bearbeitet, mache ich mich ans Schreiben des Beitrages. Außerdem suche ich die Links zu den entsprechenden Klamotten heraus und verlinke im Zweifelsfall auf ähnliche Produkte. Geschenkte Stücke werden übrigens immer mit „c/o“ oder „*PR-Sample“ gekennzeichnet und bezahlte Beiträge als -Anzeige- beziehungsweise „In Zusammenarbeit mit…“ deklariert.

Sobald die deutsche Version des Beitrages steht, übersetze ich den Text noch ins Englische. Hier ist Linguee mein bester Freund. Man mag kaum glauben, wie viele Wörter man nach jahrelangem Englisch-Lernen noch immer nicht kennt. 😉


Schritt 8: Bilder einfügen und Korrekturlesen

Nachdem der Beitrag geschrieben ist, werden die Bilder eingefügt und ich lese noch mindestens zwei Mal über den Outfitpost, bevor ich ihn online stelle. Normalerweise plane ich übrigens meine Artikel. Das ist nötig, da ich nicht jeden Tag Zeit habe, neue Beiträge zu schreiben und natürlich auch nicht extra um sechs Uhr morgens aufstehen möchte, nur um einen Beitrag zu veröffentlichen. So bereite ich manchmal gleich mehrere Blogposts vor und time diese dann verteilt auf die nächsten Tage.


Schritt 9: Den Outfitpost bewerben, bewerben, bewerben

Schritt neun gehört eigentlich gar nicht mehr zur Entstehung eines Beitrages, ist aber dennoch sehr wichtig. Schließlich müssen die Leser auch erfahren, dass ein neuer Outfitpost online ist.

Mein Newsletter wird immer automatisch versendet, darum muss ich mich also nicht extra kümmern. Normalerweise poste ich gleich morgens ein Bild mit der Info, dass ein neuer Beitrag online ist, auf Instagram. Gegen Mittag oder Abend stelle ich dann einen Link zum Blogpost auf Facebook online und pinne einige Beitrags-Bilder auf Pinterest. Außerdem teile ich einen Link auf Twitter. Am nächsten Tag poste ich ein weiteres Bild auf Instagram sowie auf Facebook. Außerdem bewerbe ich auch immer mal wieder ältere Beiträge auf meinen Social-Media-Accounts. Schließlich kennen viele meiner Follower meine früheren Blogposts noch gar nicht.

Sollte es sich bei dem veröffentlichtem Beitrag um eine Kooperation handeln, sende ich meinen Partnern zudem einen Link zum Post.

RetroCat mit dem Samsung Galaxy S7 Edge

Wie Du siehst, sind es doch einige Schritte, bis ein Beitrag online geht. Dabei kann ich pauschal auch gar nicht sagen, wie viel Zeit ich dafür benötige. Manchmal sind es insgesamt nur drei bis vier Stunden, andere Outfitposts nehmen gleich mehrere Tage in Anspruch. Da mir die einzelnen Schritte aber großen Spaß machen, fühlt es sich meist gar nicht nach Arbeit an. 😉

Nun interessiert mich natürlich, ob Dir diese Art von Beitrag gefällt? Falls ja, werde ich versuchen, in nächster Zeit mehr Blogtipps zu veröffentlichen sowie Einblicke in den Blogger-Alltag zu gewähren. Hinterlasse mir doch gerne eine Kommentar mit Deinem Feedback!

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6 thoughts on “Blick hinter die Kulissen: So entsteht ein Outfitpost

  1. Richtig cool. Da steckt schon ordentlich Arbeit drin. Dass dein Freund da so fleißig dabei ist und dich bei den Fotos tatkräftig unterstützt ist ein Segen. Die Not um das Foto ist einer der Gründe, die mich von Fashion-Posts abgehalten haben. Ich bin eher ein Ratgeber, da kann man auch mal mit Handyfotos aufwarten und sich mit Recherche alle Informationen zusammensuchen, die es für einen interessanten Post braucht.

    Richtig toll, dass ich auch mal hinter die Kulissen einer waschechten Fashion-Bloggerin schauen durfte. Behind the scenes finde ich übrigens immer interessant. Blogger die über das professionelle Bloggen bloggen gibt es ja unglaublich viele, aber in deinem Fall ist es irgendwie nicht so hochgestochen und man merkt, dass dir das einfach richtig Spaß macht.

    Danke & ich freue mich schon auf mehr.

    Liebe Grüße,
    Nika

    1. Liebe Nika,

      vielen herzlichen Dank für Deine lieben Worte! Ich freue mich immer sehr über Feedback! In Zeiten von Social Media ist das auf Blogs allgemein leider recht wenig geworden. 🙁

      Ja, Martin ist wirklich ein Segen! Ohne ihn wäre ich gar nicht in der Lage, den Blog in der Form zu führen. Er hilft mir darüber hinaus auch immer wieder bei technischen Problemen. 😉

      Ich habe bereits einige Themen für zukünftige Beiträge rund ums Bloggen parat, die werden dann in der nächsten Zeit online gehen.

      Ganz liebe Grüße,
      Sandra

  2. Ach, das ist mal ein schöner Beitrag!

    Im allgemeinen recht neugierig und fasziniert von ‚Making-ofs‘ habe ich die Schilderungen mit Genuß abgefrühstückt… Danke auch für den Hinweis auf Martins Seite. Kommt alles recht authentisch und unprätentiös rüber.

    Sie sind ein sympathisches Pärchen.
    Ihnen weiterhin viel Spaß und Erfolg!

    Und auch wenn es hier mehr um Sachliches und das Machen geht –

    meine Verehrung!
    Ihr
    r.

    1. Vielen Dank Robson!

      Es freut mich wirklich sehr, dass der Beitrag gefällt!

      Martin ist wirklich ein toller Fotograf und das sage ich nicht nur, weil er mein Freund ist. Insgesamt ergänzen wir uns wohl ausgesprochen gut. 😉

      Viele Grüße,
      Sandra

  3. Totally fascinating! I love your posts and you have answered so many of the questions that always pop up when I am reading them. Thank you (both!) for ALL your effort – it is much appreciated from this little corner of the world. And thank you also for your translations into English, which are so good, technically and idiomatically. Looking forward to many great posts in the future. Kx

    1. Thank you so much, Karen!

      I know I said this before, but you always leave such lovely comments and I really appreciate your feedback!

      It’s also nice to hear that my English skills seem to be good enough to be shared with the world wide web. 😉 Blogging in two languages helped me a lot to improve my English, which is a nice side effect.

      xx
      Sandra

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