Die Büchse der Pandora: Mediabook-Vorstellung

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Draußen wird es ungemütlich. Die bunte Blätterpracht hat sich fast ausnahmslos am Boden verteil, ein eisiger Herbststurm fegt durch die nebligen Straßen und ganz im Süden Bayerns ist bereits der erste Schnee gefallen. Während der Wind pfeift, sich die Sonne immer seltener blicken lässt und der Regen an die Fenster prasselt, verkrieche ich mich am liebsten im warmen Haus. Die kurzen, düstern Tage sowie langen Nächte sind dabei doch die perfekte Gelegenheit für einen stilvollen Filmabend allein oder mit den Liebsten.

Die Büchse der Pandora mit Louise Brooks: Filmvorstellung

In diesem Beitrag möchte ich Dir daher nicht nur den Stummfilm-Klassiker “Die Büchse der Pandora” mit Louise Brooks vorstellen, sondern auch verraten, wie Du einen stilvollen 20er-Jahre-Filmabend Zuhause organisierst. Zu gewinnen gibt es übrigens auch etwas, dazu aber am Ende des Beitrages mehr.

Die Büchse der Pandora mit Louise Brooks

Portrait von Louise Brooks in die Büchse der Pandora
Die zauberhafte Louise Brooks in “Die Büchse der Pandora”

“Die Büchse der Pandora” nach Frank Wendekind ist ein deutscher Stummfilm, welcher im Februar 1929 in Berlin uraufgeführt wurde. Die Hauptrolle spielt dabei die bezaubernde, bis dato in Deutschland jedoch eher unbekannte Louise Brooks, Regie führte G.W. Pabst. Insgesamt fand der Film damals übrigens geteilte Aufnahme. Nicht jeder war mit der Besetzung der Hauptrolle glücklich, zudem muss die Verfilmung von “Die Büchse der Pandora” für seine Zeit wirklich skandalös modern gewesen sein. Eine flatterhafte junge Frau, die sich nie wirklich bindet und eine angedeutete lesbische Liebe entsprachen selbst im Berlin der wilden 20er wohl nicht den Moralvorstellungen der Allgemeinheit.

Weiterhin feierten wenige Monate nach der Premiere Tonfilme ihren Siegeszug und ließen Stummfilme in Vergessenheit geraten. Viele dieser Filme gingen dabei für immer verloren, neben ihnen verschwanden außerdem auch zahlreiche Stummfilm-Stars von der Bildfläche, beziehungsweise Leinwand.


Was ist ein Stummfilm?

Als Stummfilm wird, wie der Name bereits vermuten lässt, ein Film ohne Ton bezeichnet. Eine zufriedenstellende Möglichkeit, Bild und Ton synchron aufzunehmen, gab es in der Anfangszeit der Filmgeschichte nämlich nicht. Aber auch wenn die Gespräche der Probanden nicht zu hören sind, so ist der Name diese Genres doch irreführend. Denn wirklich “stumm” sind selbst Stummfilme nicht, wurden sie doch fast ausnahmslos zumindest musikalisch untermalt. Zum Einsatz kamen dabei, je nach Vorführstätte, Orchester, ein Klavier, Grammophon oder ähnliches. Außerdem wurden Stummfilme teils mit einmontierten Texten oder Zwischentiteln erzählt, auch ein Filmerzähler, der die Kinovorstellung begleitete, war möglich.

Nichtsdestotrotz werden bei dieser Art des Filmes der Großteil der Handlung des Filmes sowie die Gefühle und Emotionen der Figuren über Filmbilder transportiert. Das hat zur Folge, dass die Gestik und Mimik der Schauspieler/innen von damals sehr ausgeprägt und aus heutiger Sicht oftmals etwas übertrieben wirkt. Ende der 1920er-Jahre wird der Stummfilm schließlich vom Tonfilm abgelöst.


Die Wiederentdeckung der “Büchse der Pandora”

1952 konnte der vergessen und verloren geglaubte Film “Die Büchse der Pandora” aus den erhaltenden Fragmenten heraus neu kopiert werden. Einer der Gründe für die Kopie damals: Der Gründer der Cinémathèque Francaise, Henri Langlois, sowie der Gründungsdirektor des Filmarchivs im George Eastman House, James Card, fanden die Verkörperung der Hauptfigur durch Louise Brooks unfassbar gelungen und bewundernswert. So hat also vor allem die zuvor umstrittene Hauptdarstellerin dem Film zu seinem späten Ruhm verholfen. Aber auch die mit der Zeit nahezu in Vergessenheit geratene Schauspielerin Louise Brooks selbst genoss von da an den Status einer Filmikone, die selbst mit Stars wie Greta Garbo oder Marlene Dietrich mithalten konnte und immer noch kann.

Louise Brooks in einem weißen 20er-Jahre-Kleid im Film "Die Büchse der Pandora"
Da staunt nicht nur Louise Brooks: In den 1950er-Jahren wurde der Film “Die Büchse der Pandora” wiederentdeckt und gelang zu verspätetem Ruhm.

Von 2006 bis 2009 wurde der Film “Die Büchse der Pandora” dank der Hilfe amerikanischer Sponsoren (darunter übrigens auch Hugh Hefner) nochmals komplett restauriert. Durch die aufwendige Zusammenführung aller bekannten, unvollkommen erhaltenen Materialien sowie der Ergänzung einzelner fehlender Fragmente gelang es, den mittlerweile zum Klassiker avancierten Film nahezu komplett wiederherzustellen und in altem Glanze erstrahlen zu lassen.

Nachdem wir nun so viel zur Entstehung und Wiederentdeckung des Films wissen, ist es an der Zeit, einen kurzen Blick auf die Handlung zu werfen. Aber keine Sorge: Auch wenn Spoilern eigentlich zu meinen seltsamen Eigenheiten zählt, verrate ich natürlich nicht zu viel. 😉


Die Büchse der Pandora: Handlung

Louise Brooks alias Lulu mit Alwa im Film "Die Büchse der Pandora"
Männer wie Frauen verfallen der zauberhaften Lulu in “Die Büchse der Pandora”.

Louise Brooks spielt im Film die Rolle der verführerischen Tänzerin Lulu. Dabei verfallen ihr nicht nur zahlreiche Männer, sondern auch Frauen. Zu ihren Verehrern zählt unter anderem der wohlhabende Dr. Schön, welcher eigentlich eine andere Dame heiraten wollte, sich durch einen inszenierten Skandal von Lulu jedoch gezwungen fühlt, letztere zur Frau zu nehmen. Noch in der Hochzeitsnacht kommt es allerdings zum Streit zwischen den frisch Vermählten, in wessen Verlauf Dr. Schön getötet wird. Die schöne Lulu wird daraufhin verhaftet und verurteilt. Aber Lulu wäre nicht Lulu, wenn sie sich nicht irgendwie aus der Affäre ziehen und fliehen könnte. Gemeinsam mit Alwa, Dr. Schöns Sohn, möchte sie ein neues Leben beginnen, doch ihre Vergangenheit holt sie immer wieder ein. Über Umwege führt sie ihre Flucht schließlich nach London, wo zu allem Überfluss der Frauenmörder Jack the Ripper sein Unwesen treibt und die Dinge ihren Lauf nehmen…


Die Büchse der Pandora” als limitiertes Mediabook

Die Büchse der Pandora: Mediabook-Vorstellung von RetroCat

Seit 15. November 2019 ist Die Büchse der Pandora als streng limitiertes und nummeriertes Mediabook erhältlich. Das Mediabook ist dabei auf 2.000 Stück beschränkt und umfasst neben einer DVD und Blu-ray mit umfangreichen Bonusmaterial auch ein 24-seitiges Booklet sowie drei Postkarten mit Original-Plakatmotiven. Eine wundervolle Art, den 90. Geburtstag dieses Films zu feiern!

Erwerben kannst Du das Mediabook unter anderem hier.


Die Büchse der Pandora: Mein Fazit

Zugegeben: So ein Stummfilm ist für den modernen Geschmack zu Beginn schon etwas gewöhnungsbedürftig und man braucht anfangs unter Umständen etwas, um in die Handlung zu finden. Einmal drin im Film hat er mich jedoch total gepackt. Es ist ein wahrer Traum der zauberhaften Louise Brooks zuzusehen, wie sie als Lulu über den Bildschirm zu schweben scheint. Auch wenn Lulu sich sowie die Personen in ihrem Umfeld ständig in Probleme bringt, so schafft es Louise Brooks doch, Lulu als ein etwas naives aber durchaus nicht böses, sondern vielmehr kindlich, ja fast unschuldig wirkendes Geschöpf darzustellen.

Außerdem ist es spannend, einen Original-Stummfilm aus den 1920ern anzusehen. Es ist schließlich keine Selbstverständlichkeit, einen 90 Jahre alten Film in nahezu vollständig erhaltener (bzw. in diesem Fall restaurierter) Fassung zuhause vor dem eigenen Fernseher verfolgen zu können.

Lulu im Film "Die Büchse der Pandora" aus dem Jahr 1929
Wo findet man authentischere Inspiration für Vintage-Frisuren und -Make-up als ins Original-Filmen aus der Zeit?

Das Tolle an dem Mediabook sind neben dem restaurierten Film selbst die vielen Extras. Vor allem die Infos im Booklet finde ich super interessant. So kann man sich tiefer in die Geschichte des Films einlesen, erfährt Wissenswertes über den Autor der Geschichte und Louise Brooks. Ja, man kann sogar in Original-Kritiken aus dem Jahre 1929 schmökern! Ein weiteres Extra: Der Dokumentarfilm “Im Schatten meines Vaters” mit Michael Pabst, dem Sohn des Regisseurs.

RetroCat liest das Booklet zu "Die Büchse der Pandora"
Ergänzend zum Film findet sich im Mediabook auch ein kleines aber feines Booklet mit interessanten Infos rund um “Die Büchse der Pandora”.

Diese Mediabook ist eine tolle Investition für all diejenigen, die sich für alte Filme und/oder Louise Brooks interessieren und bereit sind, sich auf etwas Neues, beziehungsweise in diesem Fall Altes, einzulassen. Wie gesagt, so ein Stummfilm kann für “Anfänger” zu Beginn durchaus etwas gewöhnungsbedürftig wirken, hat aber definitiv seinen Zauber. Die Büchse der Pandora darf hier also gern geöffnet werden. 😉

PS: Wäre dieses Mediabook nicht eine tolle Weihnachts-Geschenkidee für alle Vintage- und Film-Liebhaber?


Ein stilvoller 20er-Jahre Filmabend im eigenen Wohnzimmer

RetroCat sieht sich "Die Büchse der Pandora" mit Louise Brooks auf DVD und Blu-ray an

Noch mehr Spaß als ein Filmabend alleine auf der Couch macht nur ein Filmabend mit dem Liebsten oder engen Freunden. Und um diesen, passend zum Film, ganz im Stil der 1920er-Jahre auszurichten, habe ich im Folgenden noch ein paar stilvolle Tipps für Dich parat.

Ein 20er-Jahre Filmabend Zuhause: Die Essentials

Tipps für einen stilvollen Filmabend mit Freunden

Nachdem wir einen passenden Film gewählt haben (wir sehen uns selbstverständlich “Die Büchse der Pandora” an), machen wir uns an die Planung für einen unvergesslichen Abend. In den 1920ern hätte natürlich niemand im eigenen Zuhause einen Filmabend ausrichten können, dafür musste man schon ins Kino gehen. Aber wir können ja zumindest das Drumherum passend gestalten.

So kann zu diesem Anlass ein passender Dresscode durchaus eine witzige Idee sein. Flapper-Kleider, dunkle Lippen, Federn, Perlen und ein Augenzwinkern verwandeln einen einfachen Filmabend mit den Liebsten in ein stilvolles Event.

Hübsche Kleidung im Stil der 1920er-Jahre bekommst Du zum Beispiel bei:

RetroCat mit Cocktail und 20er-Jahre-Kleid in einem Ohrensessel

Außerdem ist es doch eine klasse Idee, den ausgewählten Gästen eine handgeschriebene Einladungskarte zukommen zu lassen, anstatt nur eine Kurznachricht per Smartphone zu senden. Mehr Stil hat so eine richtige Einladungskarte in jedem Fall. Ich empfehle bei den Gästen übrigens: Weniger ist mehr! Wer nicht gerade über ein Heimkino verfügt, muss die Besucher schließlich irgendwo unterbekommen und bequem sollten sie es auch haben.

Ein Cocktail in einem Kristallglas vor einer DVD

Natürlich wollen wir bei einem lustigen Filmabend nicht auf dem Trockenen sitzen und so sollten den Gästen neben kleinen Snacks auch leckere Cocktails gereicht werden. Die waren in den 1920ern nämlich total en vogue. Die Mixgetränke konnten dabei übrigens durchaus so witzige Namen wie “Monkey Gland” (Affenhoden) haben. Passende Rezepte findest Du zum Beispiel hier. Serviere die Cocktails doch in altmodischen Kristallgläsern aus Omas Vitrine oder vom Flohmarkt! Das macht ordentlich was her und wann sonst kommen diese Gläser heutzutage noch zum Einsatz?

RetroCat sieht sich den Stummfilm "Die Büchse der Pandora" an

Zünde für eine entspannte Atmosphäre zum Schluss noch ein paar Kerzen an, sorge dafür, dass es kuschelig warm bei Dir ist und dass jeder Gast ein gemütliches Plätzchen vor dem Fernseher hat – schon bist Du bereit für einen stilvollen Filmabend mit engen Freunden oder nur dem/der Liebsten, ganz wie Du möchtest!

Und falls Du Dir den Film doch lieber alleine ansehen möchtest: Warum nicht die gleichen Tipps befolgen! Es macht nämlich durchaus Spaß, sich ganz für sich selbst zurecht zu machen, einen leckeren Drink zuzubereiten und eine gemütliche Atmosphäre zu schaffen. 😉


Gewinne das limitierte Mediabook “Die Büchse der Pandora”

Das Mediabook "Die Büchse der Pandora" gewinnen

Du findest einen solchen 20er-Jahre Filmabend eine tolle Idee? Dann kann ich Dir zumindest beim Film schon mal weiterhelfen.

Wie versprochen, gibt es nämlich nun etwas zu gewinnen: Ich verlose gleich zwei Exemplare des Mediabooks “Die Büchse der Pandora”! Eines hier auf dem Blog und eines auf Instagram (hier geht’s zum entsprechenden Instagram-Post.)

Hier sind die Teilnahmebedingungen und ein paar wichtige Informationen:

  • Um teilzunehmen, hinterlasse mir bis Mittwoch, den 27.11.2019 (23.59 Uhr) einen Kommentar unter diesem Blogpost, in dem Du verrätst, was Dein liebster Filmklassiker ist. Außerdem freue ich mich, wenn Du mir auf Facebook und/oder Instagram folgst, ein Muss ist das jedoch nicht.
  • Achte bitte darauf, eine gültige E-Mail-Adresse zu hinterlassen, unter der ich Dich im Gewinnfall kontaktieren kann. (Im entsprechenden Formularfeld, nicht im Kommentar selbst.)
  • Unter allen Teilnehmern verlose ich ein Mediabook „Die Büchse der Pandora“. Ein weiteres Exemplar verlose ich auf Instagram (hier entlang).
  • Ich maile den Gewinner/die Gewinnerin im Anschluss an das Gewinnspiel an und frage nach der Postanschrift. Bitte beachte: Ich übernehme den Versand selbst, Deine Daten werden zur Verarbeitung bei mir gespeichert, weitergeben werde ich diese natürlich nicht.
  • Meldet sich der bzw. die Gewinner/in nicht innerhalb von 3 (drei) Tagen nach Erhalt der Gewinnbenachrichtigung (es gilt das Versanddatum der E-Mail), so lose ich eine neue Person aus.
  • Nur eine Teilnahme pro Person und Haushalt möglich. Du kannst allerdings gerne jeweils einmal auf dem Blog sowie auf Instagram teilnehmen.
  • Keine Teilnahme per E-Mail oder über andere soziale Netzwerke wie Twitter oder Facebook.
  • Keine Barauszahlung des Gewinns und keine Gewähr.
  • Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
  • Teilnahme ab 18 Jahren.
  • Ich übernehme keine Haftung für den Transport / kein Ersatz bei Beschädigung auf dem Postweg.
  • Das Gewinnspiel ist offen für Personen mit Wohnsitz in Deutschland.
  • Das Gewinnspiel steht in keiner Verbindung zu Instagram und wird nicht von Instagram unterstützt.

*In freundlicher Zusammenarbeit mit Atlas-Film

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56 thoughts on “Die Büchse der Pandora: Mediabook-Vorstellung für einen Filmabend im Stil der 20er-Jahre

  1. Die tollen Laurel & Hardy Filme haben bei mir schon wirklich einen Kult-Status. Unglaublich wie feinsinnig der Humor an manchen Stellen damals bereits war. Die Komik der Beiden Darsteller war durchaus schon sehr durchdacht.
    Auch mag ich die alten Doris Day und Gary Grant Filme sehr gerne. Das sind Filme aus einer etwas schöneren Zeit und tolle, liebevoll erzählte Geschichten.

    So und jetzt soll ich mich auf einen Lieblings-Klassiker festlegen ?! Gar nicht so einfach 🙂
    „Was diese Frau so alles treibt“ mit Doris Day finde ich schon sehr sympathisch.

    Liebe Grüße,
    Oliver

  2. Für mich ist ein Filmklassiker “Titanic” Der Film ist zwar noch nicht sooo alt, aber ich kenne keinen der den noch nicht gesehen hat(ob nun freiwillig oder gezwungenermaßen :P)
    Außerdem muss ich wirklich jedes Mal am Ende eine oder auch mehrere Tränen vergießen, auch wenn man das Ende logischerweise schon kennt und man sich jedes Mal darüber aufregt, dass Jack noch massig Platz auf der Tür gehabt hätte…^^”

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