Die Hexen vom Honeysuckle House: Cozy Mistery für den Herbst & ein passendes Outfit

Die Hexen vom Honeysuckle House: Hexenfantasy für den Herbst & ein passendes Outfit
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Goldenes Laub, gemütliche Stunden mit guten Büchern, Tee, Kerzenschein und fantastische Outfits – es gibt für mich keine schönere Jahreszeit als den Herbst. Und weil ich die goldene Jahreszeit so liebe, suche ich mir jedes Jahr ein paar perfekte Herbstbücher aus, die ich dann ganz gemütlich lese. Letztes Jahr war mein Herbst-Highlight A Dark And Secret Magic, dieses Jahr bin ich auf Die Hexen vom Honeysuckle House von Liz Parker gestoßen und möchte Dir in diesem Beitrag nicht nur das Buch genauer vorstellen, sondern auch ein passendes Outfit zeigen.

Ein magischer Buchladen, Tarotkarten, selbst gezogene Kerzen und ein lebendiges Haus: Die Hexen vom Honeysuckle House klingt zunächst nach einer wunderbar gemütlichen Herbstgeschichte. Genau das habe ich auch erwartet – und wurde dann ziemlich überrascht. Denn hinter den cozy Herbst-Vibes verbirgt sich eine zunehmend düstere Familiengeschichte über Verlust, Kontrolle, toxische Beziehungen und ein Generationentrauma, das sich nicht länger verdrängen lässt.

Gerade im letzten Drittel hat mich das Buch richtig gepackt und ich konnte mit dem Lesen gar nicht mehr aufhören. Obwohl ich mich anfangs erst an die vielen Perspektiven und Zeitsprünge gewöhnen musste, wurde die Geschichte mit jeder neuen Enthüllung spannender.


Ein magisches Haus und ein tödlicher Familienfluch

Die Hexen vom Honeysuckle House: Ein perfektes Herbstbuch

Alle 13 Jahre am 13. Oktober stirbt im Honeysuckle House eine geliebte Person. Die Schwestern Florence und Evie Caldwell könnten mit diesem Familienfluch kaum unterschiedlicher umgehen. Während Evie mit ihrer kleinen Tochter Clara im Honeysuckle House lebt, es sogar in eine Pension verwandelt hat, sich dort um die Bienen kümmert, und magische Kerzen zieht, steht Florence der Magie wesentlich skeptischer gegenüber.

Sie lebt in der Kleinstadt, hat einen Buchladen, der nach ihrem Einzug zum Leben erwacht ist, dank ihrer Nichte Clara nun auch einen Kater namens Ink und lässt aus Angst vor dem Fluch kaum eine Person wirklich an sich heran. Magie nutzt sie selbst so gut wie gar nicht, nur auf allerlei Schutzkristalle und Pflanzen möchte sie nicht verzichten.

Als der nächste verhängnisvolle Zeitpunkt näher rückt, versuchen beide Schwestern, den Fluch zu brechen – allerdings auf unterschiedliche Weise. Das führt nicht nur zu Konflikten untereinander, sondern zwingt die ganze Familie dazu, sich endlich mit der düsteren Vergangenheit von Honeysuckle House auseinanderzusetzen.

Cozy Herbst-Vibes treffen auf eine überraschend düstere Geschichte

Das Buch die Hexen vom Honeysuckle House versprüht cozy Herbst-Vibes

Der Einstieg wirkt zunächst noch recht gemütlich. Es gibt den zuvor erwähnten magischen Buchladen, Kerzen, Tarot und natürlich das Honeysuckle House selbst. Haus und Buchladen sind dabei beinahe eigene Figuren: Sie scheinen zu fühlen, reagieren auf die Menschen um sie herum und besitzen eine ganz eigene Persönlichkeit. Gerade diese kleinen magischen Details sorgen für eine richtig schöne, magische und herbstliche Stimmung.

Allzu lange bleibt die Geschichte allerdings nicht gemütlich. Je mehr Florence und Evie über den Fluch und die Geschichte des Hauses herausfinden, desto deutlicher wird, wie viel Schmerz innerhalb der Familie über Generationen weitergegeben wurde. Es geht um Trauer und Verlust, aber auch um Kontrolle, Abhängigkeiten und toxische Familienverhältnisse. Manche Szenen sind wesentlich brutaler, als Cover und Vermarktung als „Cosy Mystery“ zunächst vermuten lassen.

Für mich war das eher eine positive Überraschung. Die Geschichte besitzt dadurch deutlich mehr Tiefe und bleibt nicht bei etwas Hexenmagie und hübschen Herbstmomenten stehen. Wer allerdings ausschließlich nach leichter Wohlfühllektüre mit Kürbisgewürz und Kerzenschein sucht, könnte von der düsteren Entwicklung überrascht werden.

Viele Perspektiven und ein etwas holpriger Einstieg

RetroCat in einem Leinenkleid von Son de Flor mit einem cozy Fantasy Buch in der Hand

Vor allem am Anfang musste ich mich erst in der Geschichte zurechtfinden. Neben Florence und Evie Caldwell erhalten noch weitere Figuren und sogar das Haus selbst eine eigene Perspektive, hinzu kommen mehrere verschiedene Zeitebenen. Grundsätzlich passt diese Erzählweise gut zu einem Fluch, dessen Ursprünge weit in die Familiengeschichte zurückreichen. Außerdem erfahren wir so etwas über die Vorfahren der Schwestern. Trotzdem dauerte es eine Weile, bis ich alle Personen und Zusammenhänge sofort richtig einordnen konnte. Hier wäre ein abgedruckter Stammbaum im Buch vermutlich hilfreich gewesen.

Auch Evies siebenjährige Tochter Clara erhält in Teilen der Geschichte eine eigene Perspektive. Kinder in diesem Alter glaubwürdig zu schreiben, ist vermutlich nicht ganz einfach – und tatsächlich wirkt Clara meiner Meinung in manchen Situationen eher wie fünf, in anderen beinahe wie sechzehn. Ihre Perspektive fand ich deshalb nicht immer vollständig überzeugend.

Je weiter die Handlung voranschreitet, desto besser fügen sich die einzelnen Erzählstränge jedoch zusammen. Besonders das letzte Drittel hat mir richtig gut gefallen. Nach und nach lüftet sich das Geheimnis um den Fluch, während die Familie erkennen muss, dass sie die Vergangenheit nur gemeinsam aufarbeiten und das über Generationen weitergegebene Trauma durchbrechen kann.

Beziehungen, die sich natürlich in die Handlung einfügen

RetroCat liest das herbstliche Fantasy-Buch Die Hexen vom Honeysuckle House in einer Hütte im Wald

Romantische Beziehungen spielen ebenfalls eine Rolle, drängen sich aber nie in den Vordergrund. Besonders angenehm fand ich, wie selbstverständlich verschiedene Beziehungen zwischen Frau und Frau sowie Frau und Mann in die Familiengeschichte eingebunden sind. Dabei werden auch die Vorurteile und Konflikte thematisiert, mit denen die Figuren in unterschiedlichen Zeiten konfrontiert sind.

Spice gibt es nicht. Stattdessen konzentriert sich das Buch auf Beziehungen, alte Verletzungen und die Frage, wie Liebe bestehen kann, wenn Ängste, Erwartungen und familiäre Muster immer wieder dazwischenfunken.

Ein herbstliches Outfit passend zum cosy Mystery Buch

RetroCat im Carmen-Leinenkleid von Son de Flor

Ich mag die gemütlichen Vibes im Buch sehr, deswegen habe ich mich auch zu einem passenden Outfit inspirieren lassen. Natürliche Materialien und romantische Blumenmuster fand ich dabei besonders stimmig.

Mein Leinenkleid mit Blumenmuster ist von Son de Flor* und perfekt für den Herbst. An wärmeren Tagen schwitzt man darin nicht, an den kühleren Herbsttagen hält das Kleid aber trotzdem schön warm. Und wenn es so richtig kalt wird, lässt es sich prima mit warmen Strumpfhosen, Stiefeln und Strickwaren kombinieren.

Da es momentan noch recht angenehm draußen ist, trage ich zum Kleid nur feine Strumpfhosen und meine geliebten Pumps aus der Kooperation von Christine McConnel (schaut euch unbedingt ihren DIY-YouTube-Account an!) und American Duchess. Ein paar Accessoires wie Gürtel und Schmuck, schon ist das herbstliche Outfit passend zum Buch fertig.

Outfit-Details:

RetroCat beim Tanzen in einem Leinenkleid der nachhaltigen Marke Son de Flor

Kleid: c/o Son de Flor*

Heritage Gürtel: via Lena Hoschek

Pumps: Christine McConnel x American Duchess (ähnliches Modell)

Kette: FleurIsCoeur, auch via Etsy*

Handtasche: Nadja Christner


Die Hexen vom Honeysuckle House: Mein Fazit

Rezension zum cozy Fantasy Buch Die Hexen vom Honeysuckle House

Die Hexen vom Honeysuckle House war deutlich anders, als ich erwartet hatte – aber gerade deshalb eine sehr positive Überraschung. Was zunächst wie eine eher gemütliche Hexengeschichte beginnt, entwickelt sich zu einer spannenden und emotionalen Familiengeschichte über einen tödlichen Fluch, alte Verletzungen und den Versuch, ein Generationentrauma endlich zu durchbrechen.

Die vielen Perspektiven und Zeitsprünge machen den Einstieg etwas unübersichtlich, und Claras Verhalten passte für mich nicht immer zu ihrem Alter. Dafür wird die Geschichte im letzten Drittel richtig stark: Die einzelnen Fäden laufen zusammen, die Geheimnisse des Hauses kommen langsam ans Licht und die Auflösung konnte mich überzeugen.

Außerdem sieht das Buch auch einfach fantastisch aus. Es wurde sogar eine Tarot-Karte mitgeliefert! Apropos Tarot: Das spielt im Buch tatsächlich eine größere Rolle und so ist jedes Kapitel einer Tarot-Karte gewidmet, was ich ein sehr schönes Detail finde.

Ich empfehle das Buch allen, die magische Häuser, Hexenfamilien, Tarot und herbstliche Atmosphäre mögen, dabei aber auch vor ernsteren Themen und düsteren Entwicklungen nicht zurückschrecken. Wer ausschließlich leichte Cozy Fantasy sucht, ist hier vermutlich nicht ganz richtig. Wer sich dagegen auf Familiendrama, Generationentrauma und ein Haus mit sehr eigenem Willen einlassen möchte, sollte dem Honeysuckle House unbedingt eine Chance geben.


Die Hexen vom Honeysuckle House von Liz Parker, übersetzt von Jasmin Humburg, erscheint bei kiwi space/Kiepenheuer & Witsch und umfasst 432 Seiten.

Magst Du Hexenromane lieber gemütlich und leicht oder darf es zwischen Kerzen, Tarotkarten und Magie auch etwas düsterer werden?


Jede Menge weitere Buchtipps findest Du in meiner Lesen-Kategorie. Außerdem habe ich ganz neu einen Buch-Instagram-Account @retrocat_reads gestartet, wo ich ebenfalls über meine neuesten Bücher und alten Klassiker posten werde. Ich freue mich natürlich, wenn Du mir dort folgst. 😉


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