Vintage-Mode im Alltag tragen: So fühlst Du Dich in Deiner Retro-Kleidung wohler

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Jeder sollte sich genau so kleiden, wie er oder sie möchte. Bleibe Dir und Deinem Stil treu. Diese und ähnliche Aussagen kann ich absolut unterschreiben. Aber seien wir mal ehrlich: Es ist gar nicht so leicht, sich immer genau so zu kleiden, wie man möchte, vor allem, wenn man nicht gerne alle Blicke auf sich zieht oder im Mittelpunkt steht. Wenn auch Du der Vintage-Mode verfallen bist, Dich aber noch nicht so richtig traust, Dich auch im Alltag in diesem Stil zu kleiden, habe ich ein paar Tipps für Dich. Schritt für Schritt möchte ich Dich so dazu inspirieren, Dich an Deinen ganz persönlichen Stil heranzutasten und Dir dabei helfen, Dich in Deiner Kleidung wohler zu fühlen. Die gute Nachricht: Sich in seiner Kleidung wohl fühlen hat viel mit Selbstbewusstsein zu tun und selbstbewusst sein kann man tatsächlich lernen.

Eines vorweg: Dieser Beitrag richtet sich an all diejenigen, die Vintage-Mode zwar mögen, sie aber nur selten im Alltag tragen, da sie sich darin noch nicht zu 100 % wohl fühlen, dem Kleidungsstil aber dennoch eine Chance geben wollen. Wer Vintage- und Retro-Mode bereits vollkommen in seinem Alltag integriert hat, kann diesen Beitrag getrost überspringen und sich stattdessen hier auf dem Blog vielleicht noch das ein oder andere Know-how über (Vintage-)Mode aneignen. 😉

Vintage-Mode im Alltag tragen – Tipp 1: Starte mit eleganten Klassikern

RetroCat mit einem knielangen Swing-Rock, einem Cardigan und schlichten Vintage-Accessoires
Knielanger Rock und schwarzes Top, dazu schlichte Accessoires und Locken: Dieses Outfit wirkt schlicht, aber dennoch elegant – ein perfekter Look, um sich an den Vintage-Stil heranzutasten.

Man kann sich tatsächlich im Vintage-Stil kleiden, ohne etwas super auffälliges tragen zu müssen. Für den Anfang empfehle ich daher immer gerne elegante Klassiker, wie ein schlichtes schwarzes Kleid oder eine schlichte aber elegante Kombination, bestehend aus beispielsweise einem knielangen Swing-Rock* sowie einer Bluse* oder einem Top*. Dazu hübsche Schuhe, roten Lippenstift und, wenn Du Dich traust, Nahtstrümpfe. So kannst Du Dich besser an den Stil gewöhnen. Ein solches Outfit trage ich übrigens auch immer dann gerne, wenn ich mich zwar elegant, aber nicht zu auffällig kleiden möchte.

Moderner und daher weniger auffällig wirkt der Look, wenn Du Dein Haar glatt oder in einer modernen Frisur trägst. Für einen authentischeren Vintage-Look kannst Du Dich aber natürlich auch an Locken herantasten. Ich benutze beispielsweise gerne Schlafwickler*. Abends drehe ich meine Haare auf die Wickler. So muss ich diese morgens nur noch entfernen und meine Haare bürsten – fertig.

Außerdem kannst Du an einem sonnigen Tag gerne mal sehen, ob Du Dich mit einem Hut wohlfühlst. Starte am besten mit einem schlichten Sommerhut und einer zurückhaltenden Frisur.



Vintage-Mode im Alltag tragen – Tipp 2: Auf perfekte Passform achten

RetroCat mit einem perfekt sitzenden Wickelkleid von The Seamstress of Bloomsbury mit einem Oldtimer-Motorrad
Nur wenn die Kleidung gut sitzt, fühlt man sich darin auch wohl. Wickelkleider sind da immer eine gut Wahl, lassen sie sich doch perfekt dem Körper anpassen.

Ein unglaublich wichtiger Tipp, ist darauf zu achten, dass die Kleidung perfekt sitzt (das gilt natürlich nicht nur für Vintage-Mode). Denn alles was zu kurz, zu eng, zu weit oder zu lang ist, sorgt dafür, dass Du Dich nie richtig wohl in Deiner Haut fühlst und ständig am Outfit herumzuppelst. Passt also etwas nicht perfekt, kauft man es am besten erst gar nicht. Passt etwas nicht mehr oder man musste etwas ganz Besonderes einfach haben, macht es Sinn, sich eine Änderungsschneiderei des Vertrauens zu suchen. Es sei denn, man ist selbst talentiert in diesem Bereich und in der Lage, Anpassungen vorzunehmen. Am besten sitzen natürlich Klamotten, die auf Maß geschneidert wurden. Shops wie beispielsweise Atelier Belle Couture oder Grünten Mode bieten Maßanfertigungen zu absolut erschwinglichen Preisen an.

Zudem ist es wichtig, dass sich die Kleidung angenehm trägt und beispielsweise nicht kratzt. Finger weg von Dingen, die sich schon beim ersten Mal Anprobieren unangenehm anfühlen, denn in solchen Klamotten kann man sich gar nicht erst richtig wohl fühlen – egal wie viel Selbstbewusst sein man besitzt.



Vintage-Mode im Alltag tragen – Tipp 3: Auffälligere Kleidung abends oder zu besonderen Anlässen ausführen

Etwas auffälligere Kleidung führt man am besten zuerst einmal abends oder zu besonderen Anlässen aus. So kann man sich in eleganter Umgebung an den Stil gewöhnen, ohne komplett aus der Masse zu stechen. Bei Hochzeiten beispielsweise fällt man in einem hübschen Blumenkleid* mit ausgestelltem Rock und vielleicht sogar einem Petticoat gar nicht so sehr auf. Auf Abendveranstaltungen wird man dagegen in eleganten Kleidern mit funkelnden Accessoires zum schönen Blickfang, wirkt aber dennoch nicht overdressed. Außerdem sind solche Gelegenheiten perfekt, um sich an aufwändigere Frisuren und vielleicht sogar elegante Hüte oder Fascinator heranzutasten.



Vintage-Mode im Alltag tragen – Tipp 4: Mutig sein und einfach machen

RetroCat in einem Kostüm bestehend aus Rock und Jacke, dazu trägt sei einen kleinen Hut
Auch wenn es anfangs vielleicht etwas Mut erfordert, wer sich in einem solch eleganten Outfit auf die Straße wagt, zieht die Blicke auf sich, bekommt aber sicherlich auch das ein oder andere Kompliment.

Wenn Du im Alltag bereits etwas schlichtere Vintage-Mode getragen hast und auf einer besonderen Veranstaltung auch mal in ein auffälliges Kleid geschlüpft bist, ist es an der Zeit, einfach mal mutig zu sein und sich in einem wunderschönen, eleganten Outfit auf die Straße zu wagen. Auch wenn Du darin vielleicht den ein oder anderen Blick auf Dich auf ziehst, bewahre Haltung und denke immer daran: Die allermeisten Reaktionen auf einen eleganten Vintage-Stil sind positiv. Vielleicht bekommst Du sogar das ein oder andere Kompliment! In diesem Fall: Bitte nicht abwimmeln, einfach selbstbewusst annehmen und Dich bedanken. (Unangemessene Kommentare musst Du selbstverständlich nicht annehmen! Ich meine hier wirkliche Komplimente.) Insgesamt empfehle ich Dir aber, sich nicht zu sehr auf die Reaktionen der Mitmenschen zu fokussieren, das verunsichert oftmals nur und hat ohnehin keine Bedeutung. Wichtig ist, dass Dir Dein Look gefällt.


Vintage-Mode im Alltag tragen – Tipp 5: Zu sich stehen

Zu guter Letzt noch eine Anregung:

Es ist absolut in Ordnung, sich auch im Alltag zurecht zumachen! Ich finde sogar, dass das etwas mit Wertschätzung sich selbst gegenüber zu tun hat.

Sollte doch mal ein negativer Kommentar oder skeptischer Blick kommen, lass Dich davon auf keinen Fall unterkriegen. Solange Du Dich in Deiner Haut wohlfühlst, solltest Du nämlich wirklich genau das tragen, was Du möchtest. Ganz egal ob das ein auffälliges Tüllkleid ist, ein großer, auffälliger Hut, ein sehr voluminöser Petticoat oder eine schlichte Kombination aus Jeans und Streifenshirt. Du bist toll genau so wie Du bist und wer Dich wirklich mag, wird das auch akzeptieren oder sogar unterstützen.

In den vielen Jahren, in denen ich mich nun schon im Vintage-Stil kleide, habe ich nahezu ausschließlich positives Feedback erhalten. Es stört mich auch nicht mehr, wenn andere Menschen mich anstarren. Seit ich mich genau so kleide, wie ich es möchte, bin ich viel selbstbewusster geworden. Es fällt mir nun wesentlich leichter, Outfits zusammenzustellen als zu Zeiten, in denen ich noch fast jedem neuen Modetrend hinterhergelaufen bin. Ein weiterer positiver Nebeneffekt: Ich trage meine Klamotten sehr lange. Da sie zeitlos sind und meinen ganz eigenen Stil widerspiegeln, kommen sie nicht aus der Mode. Ich mag vielleicht nie wirklich modern aussehen, dafür aber zeitlos klassisch. Deshalb mein letzter und wichtigster Tipp, um sich auch im Alltag in Vintage-Mode wohl zu fühlen:

Stehe zu Dir und Deinem Stil.

Wenn Du selbstbewusst auftrittst und Deine Kleidung mit Würde trägst, wirst Du Respekt und oftmals sogar Bewunderung dafür bekommen und negative Reaktionen werden eine seltene Ausnahme sein, mit der man ohne Probleme leben kann, da bin ich mir sicher. Und wenn Du nur ab und an in Vintage-Kleidung schlüpfen möchtest und zwischendurch gerne mal etwas modernes trägst, ist auch das absolut legitim. Genau das macht schließlich den eigenen Stil auch: Sich so zu kleiden wie man sich in diesem Moment am wohlsten fühlt. Was andere dazu sagen, tut nichts zur Sache.

RetroCat in einem langen hellblauen Vintage-Kleid aus den 1930ern


Jetzt würde mich interessieren: Trägst Du Vintage-Mode auch im Alltag? Und was hast Du für Erfahrungen gemacht?

Übrigens: In diesem Beitrag stelle ich Dir die besten Vintage-Läden in München vor. Alle Nicht-Münchner finden in meinen Shopping-Tipps Adressen von Online-Shops und Ladengeschäften die Vintage- bzw. Retro-Mode führen.

PS: In diesem Beitrag verrate ich Dir, wie Du Dich in Nahtstrümpfen wohler fühlst.

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8 thoughts on “Vintage-Mode im Alltag tragen: 5 Tipps wie Du Dich in Deiner Retro-Kleidung wohler fühlst

    1. It is actually often impossible to wear exactly what one wants. Safety and climate often come in the way. (And now I mean safety as in working safety etc, not as a women on the streets.) At work there may also dress code. For example I cannot wear high heels to work – certain staircases require sturdy shoes.

      1. Dear Milja,

        thank you for your comment! Of course it is not always possbile to wear exactly the clothes you want, especially in work. But this blogpost is mainly meant to help the ones who want to dress in a specific way, but not dare to do so.
        I also published a blogpost a while ago, addressing business dresscode guides, by the way (you find it here: https://retrocat.de/2018/10/12/dress-for-success-buero-outfits-im-retro-stil-business-dresscode-guide/).
        So with dressing how one wants, I mean dressing in a specific style (vintage style, for example), here. And when possible, of course. 😉

        Best wishes
        Sandra

  1. Very nice article and great advice. I will add one thing in that I agree you should wear what you feel comfortable wearing but I think it can go beyond that in doing it for someone whom you love as well. I think sometimes we forget that love requires commitment and compromises. Love is special and both partners need to fulfill each other’s needs. Lastly I would say don’t be afraid to challenge yourself in small ways and step outside of your comfort zone just a little from time to time.

    1. Thank you for your comment, Michael!

      I agree with you to the point that dressing for your love can be something good. However, you still should be yourself and only dress yourself in a way you feel confident in. It doesn’t make sense to dress for someone in a way you absolutely don’t like, because in the end, this will make noone happy.

      Best wishes
      Sandra

  2. I think of my wardrobe being vintage-inspired rather than true vintage, but all those tips apply equally. I don’t really have a defined image, but I am conscious sometimes when I go for something a bit different – but then I just take a breath and go for it. Usually it works, and then I get that real buzz of self-esteem. Thanks for another great article! Kk

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