Nylons im Alltag tragen: So fühlst Du Dich damit wohler

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Eine der häufigsten Fragen, die ich zum Thema Strümpfe erhalte, ist neben der richtigen Pflege, ob ich Tipps habe, wie man sich auch im Alltag und Büro in Nylons und/oder (Naht-)Strümpfen wohl fühlt. Eine wunderbare Frage für meine Blog-Serie rund um den Strumpf! Tatsächlich habe ich dazu nämlich einige Tipps.

Eines vorweg: Dieser Beitrag richtet sich an all diejenigen, die Nahtstrümpfe und Nylons noch nicht oder nur selten tragen, da sie sich darin noch nicht zu 100 % wohl fühlen, der hübschen Beinbekleidung aber gerne dennoch eine Chance geben wollen. Wer Strümpfe bereits vollkommen in seinem Alltag integriert hat, kann diesen Beitrag getrost überspringen und sich stattdessen gerne meinen Blogpost rund um die Pflege der empfindlichen Nylons ansehen. 😉

Nylons im Alltag tragen

Natürlich ist es absolut legitim, auch im Alltag Nylons bzw. Strümpfe zu tragen. Ganz egal ob mit oder ohne Naht, halterlos oder mit Strapse. Was aber, wenn man diese eigentlich gerne tragen möchte, sich darin aber irgendwie nicht richtig wohl fühlt? Dann helfen Dir vielleicht meine Tipps.

Gehören Strümpfe nur ins Schlafzimmer?

Bevor ich Dir diese jedoch verrate, klären wir zuerst einmal die Frage, ob (Naht-)Strümpfe nicht eigentlich eher ins Schlafzimmer gehören. Dazu werfen wir einen kleinen Blick zurück in die Geschichte. Wie ich Dir in meinem Strumpf-ABC bereits verraten habe, wurden Strümpfe mit Strapse in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts von nahezu jeder Frau getragen. Zu dieser Zeit gab es nämlich noch gar keine Strumpfhosen. Auch die Nähte wurden nicht rein dekorativ angebracht, sie entstanden ganz automatisch beim Zusammennähen des Nylonstoffs zu einem Strumpf. Zarte Nylonstrümpfe waren natürlich schon damals hübsch anzusehen und bei den Damen heiß begehrt. Zeitweise prügelten sie sich sogar darum, so heißt es. (Mehr dazu in diesem Beitrag ;-)). Fürs Schlafzimmer wurden sie aber ursprünglich dennoch nicht gemacht. Sie schützen die Trägerin vor Kälte und kleideten die Dame – nackte Beine waren damals nämlich eine No-go.

Mitte der 1960er-Jahre wurde schließlich die Strumpfhose erfunden und von den meisten Damen als praktischer empfunden. So verschwanden die Strapsstrümpfe allmählich von den Straßen und tauchten vermehrt im Erotik- und Fetisch-Bereich auf. Ich finde allerdings, dass Strümpfe den Strumpfhosen und halterlosen Exemplaren manche Dinge durchaus voraus haben:

  • Im Gegensatz zu halterlosen Strümpfen rutschen Strapsstrümpfe nicht, sofern man in einen perfekt sitzenden, hochwertigen Strumpfgürtel investiert.
  • Aufgrund des Gummibundes schneiden Strumpfhosen manchmal unangenehm am Bauch ein. Strümpfe tun das nicht. Allerdings ist auch hier wieder ein gut sitzender und hochwertiger Strumpfgürtel von Vorteil.
  • In Strümpfen fühle zumindest ich mich viel eleganter und glamouröser als in öden Strumpfhosen. 😉

Nun kommen wir aber endlich zu meinen Tipps, wie Du Dich in (Naht-)Strümpfen auch im Alltag wohler fühlst.


Tipp 1: Probiere Nahtstrümpfe abends aus

Wenn Du das Haus tatsächlich noch nie in Nahtstrümpfen verlassen hast, macht es definitiv Sinn, diese Premiere abends zu feiern. Wenn Du ausgehst und eine Bar oder ein schickes Restaurant besuchst, erregen diese wesentlich weniger Aufsehen als tagsüber auf der Straße. So kannst Du Dich ganz langsam an Nahtstrümpfe gewöhnen.


Tipp 2: Investiere in einen hochwertigen Strumpfgürtel mit mindesten 3 Haltern pro Seite

Bloggerin RetroCat mit einem Strumpfhalter mit drei Haltern auf jeder Seite

Ein gut sitzender, bequemer und hochwertiger Strumpfgürtel ist das A und O für jede Strumpfträgerin. Nichts ist schlimmer, als rutschende Strümpfe, an denen Du ständig herumzuppeln musst. Investiere deshalb in hochwertiges Modell, welches bestenfalls alle folgenden Eigenschaften erfüllt:

  • Der Strumpfgürtel sollte mindestens drei Halter auf jeder Seite haben. Das sorgt für einen besseren Halt und die Strümpfe verrutschen nicht so leicht, was vor allem bei Modellen mit Naht von Vorteil ist.
  • Der Strapshalter sollte bequem in der Taille sitzen und auch bei starken Bewegungen nicht über die Hüftknochen rutschen. Breitere Modelle sorgen hierbei definitiv für einen besseren Sitz. Sehr schmale, dünne Strumpfgürtel sind dagegen oftmals tatsächlich nicht wirklich alltagstauglich. Zu eng sollte der Strapshalter übrigens auch nicht sitzen, ansonsten schneidet er ein und wird schnell unbequem.
  • Wer Strümpfe und Strumpfhalter auch unter schmalen Kleidern oder Röcken tragen möchte, sollte darauf achten, dass dieser möglichst diskret ausfällt und mit wenig Nähten auskommt, ansonsten kann er sich schnell unter der Kleidung abzeichnen. Ich setze beispielsweise gerne auf Strumpfgürtel aus Nylon, wie beispielsweise diesen hier. Auch die Strapshalter aus Dita von Teeses Wäsche-Kollektion (gibt es beispielsweise hier zu kaufen) kann ich empfehlen.

Meine liebsten Strumpfhalter für jede Gelegenheit stelle ich Dir übrigens hier vor.


Tipp 3: Ziehe zuerst den Strumpfgürtel und dann den Slip an

Ein trivialer wie genialer Tipp, der das Tragen von Strümpfen im Alltag definitiv erleichtert lautet: Ziehe immer zuerst den Strumpfgürtel sowie die Strümpfe an und trage den Slip darüber. Das erleichtert den Gang zur Toilette ungemein. 😉


Tipp 4: Starte mit günstigeren Modellen aus elastischen Materialien

RetroCat mit den Dana Glamour Nahtstrümpfen von Secrets in Lace

Wenn Du noch etwas unsicher bist, ob Nahstrümpfe wirklich etwas für Dich sind, solltest Du nicht gleich ein kleines Vermögen in originale Nylons investieren. Modelle, die Elastan enthalten, schmiegen sich perfekt um die Beine und werfen keine bzw. kaum Falten. Richtige Nylons sind dagegen kaum elastisch und neigen zu Faltenwurf, was einige zwar optisch ansprechend finden, aber sicherlich nicht jedermanns Sache ist. Meine allerersten Nahtstrümpfe und zudem ein wunderbares „Einsteigerpaar“ sind übrigens die Dana Glamour von Secrets in Lace*, welche Du hier bekommst.


Tipp 5: Starte mit glanzlosen Nylons ohne Naht

RetroCat mit nahtlosen Nylons von Secrets in Lace

Wer sich zum ersten Mal an echte Nylons wagt, wird vielleicht etwas überrascht sein. Da diese Strümpfe nicht wirklich dehnbar sind, wirken sie auf den ersten Blick ungewohnt lang. Außerdem werfen sie, wie zuvor erwähnt, an den Gelenken oftmals kleine Fältchen. Aber ich kann Dir versprechen: Man gewöhnt sich daran! Außerdem fühlen sie sich auf der Haut sehr angenehm und glamourös an, wie ich finde. Dennoch rate ich für den Anfang gerne zu Modellen ohne Naht. So kannst Du ausprobieren, ob Du das Gefühl von Nylon auf der Haut magst, ganz ohne ständig nachsehen zu müssen, ob die Naht noch gerade verläuft. Glanzlose Modelle wirken zudem etwas dezenter und eignen sich daher für den Alltag besser.


Tipp 6: Wähle ein Paar mit dezenter Naht

RetroCat mit den Elegance French Heel Strümpfen mit Naht und beigem Absatz

Wer im Alltag nicht auf Nahtstrümpfe verzichten möchte, aber dennoch nichts zu auffälliges wünscht, sucht am besten nach einem Modell mit dezenter Naht. Die Elegance French Heel Strümpfe von Secrets in Lace* (hier erhältlich) haben beispielsweise eine Naht, die Ferse ist jedoch nahezu transparent. Dadurch wirken die Strümpfe sehr viel eleganter und zurückhaltender. Dieses Modell hat sogar eine hautfarbene Naht und eignet sich daher noch besser für den Alltag.

PS: Im Büro gelten Nahtstrümpfe heutzutage eher als unpassend, vor allem in sehr konservativen Unternehmen. Wenn Du Dich unsicher fühlst, greife lieber zu nahtlosen Exemplaren. Möchtest Du dagegen auch im Büro Nahtstrümpfe tragen, empfehle ich Modelle mit hautfarbener, zurückhaltender Naht.


Tipp 7: Wähle ein hautfarbenes Modell

Bloggerin RetroCat mit hautfarbenen Naht-Nylons von Secrets in Lace

Nylons sind sehr empfindlich, kleine Macken tauchen daher schnell auf. Bei hautfarbenen Modellen sieht man diese jedoch viel weniger als bei farblich nicht zum Hauttyp passenden Exemplaren. Daher trage ich im Alltag lieber hautfarbene Strümpfe und führe die dunklen Modelle fast ausschließlich abends aus.


Tipp 8: Investiere ich ein hochwertiges Paar (Naht-)Nylons

Vintage-Mode-Bloggerin RetroCat mit Strapsstrümpfen aus Nylon

Bei feinen Strümpfen und Strumpfhosen gibt es tatsächlich große Qualitätsunterschiede. Qualitativ hochwertige Modelle halten länger und fühlen sich besser an. Hierbei heißt teuer allerdings nicht zwangsläufig besser. Strumpfhosen hole ich mir tatsächlich oftmals für ein paar Euro in der Drogerie. Bei meinen Nylons bevorzuge ich dagegen Markenware.


Tipp 9: Achte darauf, dass die Strümpfe lang genug sind

RetroCat mit Nylons und Minikleid auf einer Bank

Deine Strümpfe sollten immer knapp unter dem Po enden, vor allem, wenn Du etwas kürzere Kleider trägst. Ansonsten wirst Du Dir ständig Gedanken machen, ob der Strumpfrand (Welt) nicht doch zu sehen ist. Werfe daher vor dem Kauf immer einen Blick auf die Größentabelle und kaufe nicht blind nach Gefühl.

Strümpfe unter Minikleidern sind übrigens nur etwas für Fortgeschrittene! Solltest Du das wagen, mache bevor Du das Haus verlässt folgenden Test: Setze und bücke Dich vor einem Spiegel. Überprüfe, ob etwas zu sehen ist, was Du lieber verstecken möchtest. Falls dem so ist, lieber auf Strumpfhosen umsteigen!


Tipp 10: Habe immer ein Ersatz-Paar dabei

Selbst bei der besten Pflege können auch die hochwertigsten Strümpfe sowie Strumpfhosen schnell eine Laufmasche bekommen. Das sieht nicht nur unschön aus, man fühlt sich damit meist auch unwohl. Deshalb immer ein Ersatz-Paar in der Tasche haben! Sollte nur ein Strumpf beschädigt sein, ersetze ich übrigens auch nur diesen einen. Der andere aus der neuen Packung bildet dann die Reserve fürs nächste Mal. Auf Dauer spart man sich so tatsächlich eine Menge Strümpfe und Geld!


All diese Tipps nutzen Dir nicht und Du fühlst Dich in Strümpfen einfach immer noch nicht richtig wohl? Dann mach Dir keine Gedanken! Nicht jeder muss Strapsstrümpfe mögen. Wenn Du auf einen authentischen Vintage-Look dennoch nicht verzichten möchtest, habe ich gute Nachrichten für Dich: Es gibt auch Strumpfhosen mit Naht, wie beispielsweise diese hier. Eine günstigere Alternative gibt es hier.


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3 thoughts on “Nylons im Alltag tragen: 10 Tipps, wie Du Dich in (Naht-)Strümpfen wohler fühlst

  1. This is fascinating! I probably don’t make the same distinctions as you: I still wear tights much more than stockings, with stockings more – but not only – for more ‚dressy‘ occasions. But it is true that it was seamed tights that led me to fully-fashioned stockings. And it is absolutely true that I feel more ‚dressed‘, perhaps more confident, when I have a seam up the back of my leg, whether they are tights or stockings. How to explain that without getting into old tropes about women and what they wear, I have no idea, but there we go! Thanks for such a great article – I am glad i didn’t take your advice early on and skip it!! Karen x

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