Der Dior New Look: schön, aufregend, verschwenderisch

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Kaum ein Designer prägte die Nachkriegsmode so sehr wie Christian Dior. Mit seinem New Look gab er der Damenmode Weiblichkeit und Schönheit zurück, spielte aber auch mit veralteten Rollenbildern und Klischees. In diesem Beitrag möchte ich den berühmt berüchtigten New Look kritisch beleuchten, Dir die wichtigsten Elemente des Stils verraten und zeigen, wie Du ihn heute nachstylen kannst.

Optimismus trifft harte Realität: Das macht den Dior New Look so besonders

Runde, polsterlose Schultern, schmale Taillen, weite, schwingende Röcke in Midi-Länge und verschwenderische Mengen Stoff – der New Look polarisierte und löste neben grenzenloser Begeisterung mancher Frauen gar Demonstrationen aus. Aber was genau macht diesen Stil so besonders? Dafür müssen wir zuerst einmal einen Blick auf den Puls der Zeit und die Mode der vorangegangen Jahre werfen.

Die praktische Mode der Kriegszeit

Die Mode der Kriegszeit musste vor allem eines sein: praktisch. Während die Männer an der Front kämpften, mussten die Frauen ihren Mann zuhause stehen. Viele Damen waren nun berufstätig und kleideten sich entsprechend legerer. Dazu kamen Rationierungen vieler in der Modebranche wichtiger Materialien. Das führte dazu, dass die Rocksäume etwas nach oben rutschten (nach den wilden 20ern waren sie in den 1930ern wieder länger geworden) und knapp unter dem Knie endeten. Mehr und mehr Frauen trugen zudem gar Hosen, da diese in einigen Berufen einfach praktischer waren. Die Schulterpartien bekamen eine maskulin eckige Form und insgesamt wirkt die Mode der ersten Hälfte der 1940er-Jahre vernünftig und zweckmäßig. Frauen aus Mittel- und Oberschicht trugen dabei nahezu die gleiche oder zumindest ähnliche Kleidung. Mit Kriegsende änderte sich daran zuerst einmal nicht viel. Europa lag in Trümmern, viele Männer waren gefallen oder lebten in Gefangenschaft. Die Heimkehrer und Daheimgebliebenen versuchten irgendwie über die Runden zu kommen. Langsam aber sicher schien jedoch wieder so etwas wie Normalität einzukehren.

Mode der Nachkriegszeit: Die Einflüsse

Die Nachkriegszeit kündigte einen Wirtschaftsaufschwung an und so witterte auch die stagnierende Modeindustrie trotz noch immer anhaltender Rationierungen wieder bessere Zeiten. Auch wenn Europa noch immer vom Krieg gezeichnet war, so blickten die Menschen doch nach vorne. Viele Menschen sehnten sich, so scheint es, entgegen aller Vernunft nach Schönheit, Glamour und Verschwendung. Während im zweiten Weltkrieg ein Großteil der Frauen berufstätig war oder sich anderweitig engagierte, war dieser Trend nun wieder rückläufig. Es scheint, als wollten viele Frauen wieder genau das sein, was sie vor dem Krieg waren: behütet, verwöhnt, für nichts verantwortlich. In der Gesellschaft zeichnete sich eine nostalgische Stimmung und Rückkehr zu alten Rollenverteilungen ab.

Christian Dior erkannte den Puls der Zeit. Sein New Look symbolisierte die Sehnsüchte der Menschen nach Opulenz und Schönheit, er versprühte Optimismus und versprach den Aufbruch in eine bessere Zukunft.


Der New Look von Dior

RetroCat in einem Vintage-Outfit inspiriert vom Dior New Look in München

Am 12. Februar 1947 war es so weit. Um 10.30 Uhr präsentierte Monsieur Dior im Alter von 42 Jahren seine erste eigenen Kollektion. Als Location dienten die mit Blumen dekorierten Räume der 30, avenue Montaigne. Geladen war das Who is Who der nationalen und internationalen Mode-Presse. Darunter auch Carmel Snow, damalige Chefredakteurin der Harper’s Bazaar. Ihr Ausruf:

„Es ist nahezu eine Revolution, mein lieber Christian! Ihre Kleider kreieren einen richtigen New Look!“

und die damit verbundene Nachricht vom Neuen Look aus Paris verbreitete sich in Windeseile diesseits und jenseits vom Atlantik. Was aber genau macht den Dior New Look so besonders?


Die wichtigsten Merkmale des Dior New Look

Diors Kreationen waren inspiriert von den Formen der Belle Epoque. Dabei verwarf er die modernen Linien der 1920er und 1930er-Jahre und die praktische Mode der Kriegsjahre. Seine Designs betonten die weiblichen Formen, wirken erwachsen und sollten vor allem eines sein: schön. Auf Alltagstauglichkeit und Praktikabilität legte er dagegen keinen großen Wert. Weiche Formen und verschwenderische Mengen an Stoff gehören zu den wichtigsten Zutaten von Diors New Look. Dabei steht vor allem die Ligne Corolle (Blütenkelchlinie oder Blütenkronenform) im Fokus. Sie soll an eine umgedrehte Blüte erinnern und besticht daher durch einen ausgestellten Rock. Ihr gegenüber steht die „Acht“, also die Sanduhr-Silhouette. Hierbei werden Brust und Hüfte betont, die Taille wirkt extrem schmal. Außerdem wanderten die Säume wieder weiter nach unten und endeten klassischerweise auf Wadenhöhe, also zwischen Knie und Knöchel.

Auffällig ist zudem die Detailverliebtheit. Diors Kreationen hatten dekorative Knöpfe, wunderschöne Drapierungen, verspielte Details wie Rüschen oder Blumenapplikationen, zauberhaft gearbeitete Oberteile und in Falten gelegte Röcke.

Die wichtigsten Merkmale des Dior New Look in der Kurzübersicht:

  • Extrem schmale, betonte Taille
  • Runde Schultern
  • betonte Hüften
  • Wadenlange Röcke
  • Viele Details wie Knöpfe und Drapierungen

Erreicht wurde die extrem weibliche Silhouette mithilfe von wattierten Hüftpolstern, korsettähnlicher Unterwäsche, eingearbeiteten Corsagen und mehrlagigen Petticoats. Nicht die Frau sollte dem Kleid die Form geben, sondern das Kleid der Frau. Es war schwer, sich darin frei zu bewegen und selbst das Anziehen seiner Kreationen war ohne Hilfe fast unmöglich oder zumindest mühsam. Insgesamt waren seine Kleider also extrem aufwändig und damit kostspielig. Er verwendete kostbare Materialien wie Seide und Tüll. Seine Falten-, Plissee- und Tellerröcke benötigten immense Mengen an Stoff und nur die wenigsten Damen konnten sich die Designs von Christian Dior leisten.


Dior New Look: Die Accessoires

RetroCat blickt mit schwarzem Blazer und New-Look-Hut in ein Münchner Schaufenster

Natürlich spielen beim New Look auch die Accessoires eine wichtige Rolle. Die Damen trugen elegante Handschuhe, hübsche Handtaschen und schicke, spitz zulaufende Pumps mit dünnem Absatz. Passé waren die Wedges und eckigen Formen der vergangenen Jahre. Die Damen tragen außerdem die wieder verfügbaren Nylons mit Naht. Ein besonderes Augenmerk liegt auf den Hüten: Sie waren entweder groß und rund, mit leicht abgerundeter Krempe und wurden relativ gerade auf dem Kopf getragen. Oder aber sie waren klein und fein, teils auch inspiriert von Baskenmützen, verziert mit Schleiern, Schleifen und Federn. Diese Art von Hut wurde gerne leicht schräg aufgesetzt oder am Hinterkopf getragen. Eleganter Schmuck und Perlen komplettierten den Dior New Look.


Das „Bar Kostüm“: Das legendärste New Look Outfit

Vintage-Mode-Bloggerin RetroCat in einem Outfit inspiriert vom legendären Bar Kostüm von Christian Dior
Ein figurbetonter Blazer in Kombination mit einem Faltenrock war die Basis des legendären „Bar Kostüms“. (Die Farben sind hier jedoch vertauscht.)

Das wohl legendärste Outfit von Christian Dior, ja vielleicht sogar der gesamte zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts, ist das „Bar Kostüm„. Eine cremefarbene Seidenjacke mit gepolsterten Schößchen und betonter Taille, dazu ein schwarzer, weit schwingender Plisséerock der auf Wadenhöhe endet. Auf dem Kopf trägt das Model einen großen Hut, die Handschuhe sind lang und die Schuhe spitz. Nach Jahren der Zurückhaltung und Schlichtheit kann dieses Outfit wohl tatsächlich als revolutionär wahrgenommen werden.

Dieser Look wird übrigens bis heute vom Label Dior neu interpretiert. Aber Christian Dior ist auch verantwortlich für das Aufkommen weiterer figurschmeichelnder Modeklassiker.

Weitere von Dior erschaffene Modeklassiker:


Kritik am New Look von Christian Dior

Trotz aller Begeisterung äußerten sich einige auch kritisch zum New Look. Einerseits stand die verschwenderische Verwendung von Stoff im Fokus der Kritik und die Dekandenz, unfassbar teure Kleider zu produzieren, während ein großer Teil der europäischen Bevölkerung kaum genug Geld für Nahrung hat. Andererseits wurden auch die Stimmen der Frauenrechtlerinnen und Feministinnen laut, die Diors New Look keinen Fortschritt sondern vielmehr einen Rückschritt zu alten Stereotypen sahen. Hatten sich die Frauen doch erst wenige Jahre zuvor vom Korsett und zu langen Röcken befreit, brachte Dior genau das zurück in Mode.

Coco Chanel, der Star am Modehimmel der Vorkriegszeit äußerte sich spöttisch über den Dior New Look:

„Dior kleidet keine Frauen, er polstert sie aus!“

In Chicago wurden gar Proteste und Demonstrationen gegen den Neuen Look aus Frankreich organisiert, in Dallas wurde aus Protest der „Little Below the Knee Club“ gegründet. Doch es nützte nichts, spätestens als Hollywood-Stars wie Ava Gardner, Marlene Dietrich und Lauren Bacall anfingen, Dior zu tragen, setzte sich der feminine Look durch und sollte die erwachsene, damenhafte Mode der 1950er-Jahre maßgeblich prägen.

Dass Christian Dior für die Rückkehr der Frau an den Herd verantwortlich ist, ist jedoch unwahrscheinlich. Seine exklusiven Kollektionen symbolisieren vielmehr die sozioökonomische Lage der Zeit: Die Schere zwischen Arm und reicht klafft optisch wieder auseinander, Frauen kehren meist in den Haushalt und zur Familie zurück.


Der Dior New Look: Inspiration damals und heute

RetroCat mit kleinem glitzernden Vintage-Hut und weißen Handschuhen in München

Wenn auch die wenigsten Frauen das nötige Kleingeld für Couture Kleider hatten, so hatten sie doch eines in den letzten Jahre gelernt: Improvisieren. Da bereits währen der großen Depression in den 1930ern sowie zu Kriegszeiten viel selbst gemacht wurde, waren viele Frauen der damaligen Zeit hervorragende Schneiderinnen und konnten sich so mithilfe von Schnittmustern New Look inspirierte Kleidung schneidern. Wenn natürlich auch nicht ganz so aufwändig und glamourös wie die Originale. Wadenlange Röcke wurden in den 1950ern schnell Standard und Abweichungen davon, wie beispielsweise die Caprihose, galten als unanständig. Bis zu seinem plötzlichen Tod im Jahre 1957 versorgte Monsieur Dior die Damenwelt regelmäßig mit neunen atemberaubenden Designs.

Mit Beginn der 1960er und der damit verbundenen aufkeimenden Jugendkultur gilt der zuvor so gehypte New Look nach und nach als altmodisch. Die Röcke werden nun kürzer als je zuvor und die aufwendigen Kleider müssen bequemeren, alltagstauglicheren und moderneren Modellen weichen. Seit den 1990er-Jahren kehrt die Marke Dior (sowie auch andere namhafte Designer) jedoch für einige Designs gerne wieder zu alt bekanntem zurück und interpretiert die Klassiker neu, ein Beispiel hierfür ist der „Dior Red“-Bar-Mantel aus der Herbst/Winter Kollektion 2012.

Interessante Bücher von und über Dior sowie den New Look*:


So kannst Du Dich selbst im Dior New Look stylen:

RetroCat mit einem Longline Bra, transparenter Bluse und großem Vintage-Hut
Formende Unterwäsche ist für einen authentischen „New Look“ ein Muss.

Solch aufwendige, detailverliebte Kleider wie Christian Dior sie einst designte sind für die breite Masse heute genauso wenig erschwinglich wie damals. Nichtsdestotrotz kannst auch Du Dich im New Look stylen und ihn natürlich gerne neu interpretieren. Ich wollte meine Outfits möglichst authentisch gestalten. Dafür müssten wir wortwörtlich ganz unten anfangen. Wie wir gelernt haben, ist eine schmale, betonte Taille das A und O des Dior New Look. Daher trage ich einen formenden Longline Bra von Secrets in Lace* (Review hier), dazu einen passenden Strumpfhalter und natürlich Nahtstrümpfe. Um die verschiedenen Formen des New Looks bestmöglich abzubilden, entschied ich mich für zwei komplett verschiedene Outfits. Nummer eins ist inspiriert vom berühmten Bar Kostüm. (Leider besitze ich keinen passenden, beigen Blazer. Daher habe ich mich entschieden, anstatt einen neuen nur fürs Shooting zu kaufen, einfach die Farben umzudrehen, also bitte nicht wundern. ;-)) Nummer zwei dreht sich dagegen um die figurbetonte Sanduhr-Silhouette.


Blazer, Faltenrock, Petticoat & Hut im Stil von Christian Diors New Look

RetroCat mit Nahtstrümpfen, Petticoat, beigem Rock, schwarzem Blazer und Hut im Stil vom Dior New Look

Über dem Longline Bra trage ich eine zarte Bluse aus Tüll mit verspielten Details von Ginger Jackie. Darüber einen tailliert geschnittenen Blazer mit Schößchen von Miss Candyfloss. Mein beiger Faltenrock ist von Von 50′ und wird mit einem Petticoat in Szene gesetzt. Die Röcke von Dior waren zur damaligen Zeit meist einige Zentimeter länger, da ich aber recht klein bin, gefällt mir die Länge meines Modells für mich besser.

Der authentische Hut ist ein Original aus den frühen 50ern und damit ein echter Glücksgriff. Ein ähnliches Modell gibt es aber beispielsweise bei „Mein Wunderbarer Hutsalon*„. Bei den Schuhe ist wichtig auf eine spitz zulaufende Form zu achten, zudem sollte der Absatz nicht zu hoch sein. Außerdem sind passende Handschuhe ein Muss.

Outfit-Details:

Longline Bra: c/o Secrets in Lace*

Strumpfhalter: c/o Secrets in Lace*

Nahtstrümpfe: c/o Secrets in Lace*

Petticoat: Vintage, ähnlicher hier*

Bluse: Ginger Jackie, ähnliche hier*

New Look Blazer: Miss Candyfloss*

Rock: Von 50′, ähnlicher hier*

Schuhe: Peter Kaiser, sehr ähnliche hier*

Handschuhe: Vintage, ähnliche hier*

Handtasche: Vintage, ähnliche hier*

Hut: Vintage, ähnlicher hier*


Bleistiftkleid, glitzernder Hut & elegante Accessoires

RetroCat mit einem schwarzen Bleistiftkleid und kleinem glitzernden Hut vor einer Haustür in München

Dior gilt als Erfinder der modernen, heutigen Bleistiftröcke und -kleider, wie ich in diesem Beitrag bereits erklärt habe. Da diese Form neben der Blütenkelchlinie zu den wichtigsten in seinen Kollektionen zählt, wollte ich diese in diesem Beitrag natürlich nicht vernachlässigen. Mein schwarzes Kleid ist von Ginger Jackie und erinnert absolut an den Dior New Look.

Die Schultern sind abgerundet, die Brust mithilfe von Nähten betont. Geschickte Drapierungen an der Hüfte lassen diese weiblicher wirken und betonten gleichzeitig die schmale Taille. Genau wie bei Diors Kleidern wurde auch bei diesem Modell mit viel Liebe zum Detail gearbeitet. Der Rückenausschnitt ist ein echter Blickfang und die Knöpfe am Rücken verleihen dem Kleid das gewisse Etwas.

Auch der Hut zu diesem Outfit ist ein Vintage-Modell. Der kleine Stummel erinnert an die französische Baskenmütze, während die funkelnden Applikationen ihn zu einem echten Hingucker machen. Dazu trage ich wieder Handschuhe sowie eine Vintage-Handtasche.

Outfit-Details:

Strümpfe: c/o Secrets in Lace*

Kleid: Ginger Jackie

Hut: Vintage

Handschuhe: Vintage, ähnliche hier*

Schuhe: Peter Kaiser, sehr ähnliche hier*

Handtasche: Vintage, ähnliche hier*


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4 thoughts on “Traumhaft schön & aufregend: Die Geschichte des Dior New Look

  1. Hallo Sandra
    Der new look von dior hätte meiner meinung nach ohne den zweiten weltkrieg keine chancen gehabt.
    Oder er hätte ihn schon gar nicht kreiert.
    Denn einerseits wollten die frauen endlich mal wieder was wirklich chices und auch opulentes tragen.
    Da hatte Coco Chanel durchaus recht 😉
    Aber andererseits wurden sie, der von männern dominierten gesellschaft während des krieges auch zu selbstsicher denn es war unwahrscheinlich was die frauen damals geleistet haben.
    Die männer wolllten da wieder „das heimchen am herd“.
    Man sah uns frauen bis in die 60er jahre hinein eher als „anhängsel“ des mannes als als eigenständige personen.
    Das der dior look den frauenrechtlerinnen sauer aufstiess ist wöllig klar.
    Trotzdem ist die mode der 50 er jahre ausserordentlich chic und ausgesprochen feminin.

    1. Hallo Joan,
      vielen Dank für Deinen Kommentar! Das sehe ich genauso. Deshalb war es mir so wichtig, auch die Kritik an Christian Diors Kollektionen zu erwähnen, sie ist nämlich absolut berechtigt. Es ist sicherlich so, dass sich die Mode nach den sozioökonomischen Gegebenheiten richtet und nicht anders herum. Dennoch spiegelt die Mode der 1950er-Jahre eben auch optisch wider, dass Frauen zu dieser Zeit primär als hübsches Ding gesehen wurde, das zuhause blieb, um den Mann zu verwöhnen.
      Ich muss zugeben, ich mag diesen femininen Stil unglaublich gerne, bin mir aber immer bewusst, für was er einmal stand und gebe anderen, in erster Linie Männern, auch deutlich zu verstehen, dass nicht JEDE FRAU sich so kleiden sollte, sondern jede Frau selbst entscheiden darf, was sie anziehen möchte. Sie ist nicht dazu geschaffen, um Männern zu gefallen.
      Ach, da könnte ich mich immer in Rage reden. Leider lese ich, speziell unter Instagram-Bildern, immer viel zu oft „so sollten sich Frauen kleiden“ und das stört mich ungemein…

      Liebe Grüße
      Sandra

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