Schuhtrend 2019: Wedges & Keilabsätze

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Keilabsätze feiern gerade ihr modisches Comeback. Wunderbare Neuigkeiten für uns Vintage-Liebhaber, sind diese doch keine neue Erfindung, sondern waren bereits in den 1930ern der letzte Schrei. In diesem Beitrag möchte ich Dir etwas mehr über die aufregende Geschichte der Keilabsätze erzählen. Zudem verrate ich Dir, warum sie vor allem in den 40ern zu großer Beliebtheit kamen und zeige Dir natürlich, wie Du sie am besten kombinierst.

Was versteht man unter Wedges bzw. Keilabsätzen?

Schuhtrend 2019: RetroCat mit Wedges, also Schuhen mit Keilabsatz

Unter Schuhen mit Keilabsätzen, im Englischen auch Wedges genannt, versteht man Schuhe mit einem höheren Absatz. Die Sohle bildet dabei von der Spitze bis zur Ferse ein durchgehendes, dreieckiges Stück. Meist bestehen die Absätze aus leichten Materialien wie Kork, Holz oder Kunststoff. Populär wurde diese Art von Schuh in den späten 1930er-Jahren, als ihr Erfinder gilt der italienische Designer Salvatore Ferragamo.

Die Geschichte der Keilabsätze bzw. Wedges

Vorläufer der heutigen Plateau-Schuhe und Keilabsätze gab es in vielen Kulturen, vor allem Asiens und Afrikas, schon vor Jahrhunderten. Auch in Europa sind sie keine Erfindung des 20. Jahrhunderts, man denke nur an die Chopine. Massentauglich wurden sie in unserer westlichen Welt aber erst in den 1930ern. 1937 stellt Salvatore Ferragamo eine neue Art von Schuh mit Keilabsatz vor. Es wurde nun mit Materialien wie Kork, Holz, Bast und sogar Glas experimentiert.

Keilabsätze waren in den späten 1930ern und 40ern selbst an Schnürschuhen beliebt. Während Keilabsätze in den 1930ern noch modische Spielereien waren, sollten sie sich spätestens mit Kriegsausbruch und den damit verbundenen Rationierungen bei einem Großteil der Damen durchsetzen. Da Leder während der Kriegsjahre anderweitig benötigt wurde, waren Schuhe aus diesem Material sehr teuer. Die hübschen Modelle aus Raffiabast, Kork oder Holz boten da eine gute und bezahlbare Alternative. Salvatore Ferragamo experimentierte zudem mit Konfektverpackungen aus Zellophan und Hanf. Durchsetzen konnte sich aber vor allem Kork, da dieser strapazierfähig, bequem und dennoch stylish ist.

Neben diesen Materialien gab es auch Exemplare hergestellt aus exotischen Lederarten wie beispielsweise Schlange. Fell und exotische Leder unterlagen nicht den Rationierungen, waren aber dennoch teuer und daher eher etwas für die wohlhabendere Kundschaft. Zudem wurde das Luxusleder meist nur sparsam verwendet um einerseits Geld zu sparen und andererseits nicht frivol zu wirken.

Keilabsätze von der Nachkriegszeit bis heute

Nach dem Krieg normalisierte sich das Leben langsam wieder und die Ersatzmaterialien wir Kork gerieten für einige Zeit in Vergessenheit. Die Schuhmode der 1970er orientierte sich schließlich wieder an den Modellen der 1940er und so erleben Keilabsätze und Plateausohlen in dieser Dekade ein echtes Revival. Ihr Stil wurde zudem oftmals neu interpretiert und gerne beispielsweise durch folkloristische Details und Stickereien ergänzt. Bis heute erleben die Wedges regelmäßig ein Comeback und sind in unterschiedlichen Stilen erhältlich. Von Folkloristisch über elegant bis hin zu lässig leger ist alles vertreten. Besonders bliebt sind sie diese Saison auch in Form von Espadrilles.

Warum Keilabsätze?

Schuhe mit Keilabsätzen haben gleich mehrere Vorteile und sind daher definitiv ein Must-have im Schuhschrank.

  • Wedges bzw. Keilabsätze sind super bequem. Selbst ultrahohe Absätze eignen sich zum Laufen, da diese oftmals durch eine ebenfalls hohe Plateautsohle im Ballenbereich ausgeglichen wird.
  • Zudem bieten sie einen wesentlich festeren Stand als Modelle mit Stilettoabsatz. Abgrund ihrer Form kann man in Wedges nämlich auch über Kopfsteinpflaster und Kanaldeckel flanieren, ohne Angst haben zu müssen, irgendwo stecken zu bleiben.
  • Außerdem verlängern Wedges optisch das Bein, weshalb sie natürlich super zu Caprihosen sowie längeren Röcken und Kleidern passen.

Wedges bzw. Keilabsätze kombinieren

Wedges gibt es in den unterschiedlichsten Stilen. Daher passen sie auch zu den verschiedensten Outfits und gehören zu meinen liebsten Begleitern im Sommer. Im Folgenden zeige ich Dir daher nicht nur unterschiedliche Arten dieses Schuhs, sondern verrate Dir zudem, wie Du ihn ganz abwechslungsreich kombinieren kannst.

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Wedges im Retro-Stil

Verspielte Wedges im Retro-Stil passen wunderbar zu sommerlichen Looks. Ich kombiniere sie dabei sowohl mit eleganten Kleidern im Vintage-Stil als auch mit eher lässiger wirkenden Caprihosen. Schicke Retro-Schuhe mit Keilabsatz gibt es beispielsweise hier*.


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Verspielte Wedges mit Schnürungen & Folklore-Details

Bänder, Schnürungen und verspielte Details – Wedges mit Folklore-Details kombiniert man am besten stilecht. Daher trage ich sie gerne zu lockeren Outfits, Spitzenblusen, weiten Röcken oder traditionellen Blusen. Auch wallende Maxikleider passen zu diesen Schuhe ganz wunderbar. Aber selbst im Stilbruch mit schicken Sommerkleid wirken sie absolut stylish.


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Wedges mit ultrahohem Keilabsatz

Wer hoch hinaus will, setzt auf ultrahohe Keilabsätze. Der Vorteil: Aufgrund der Plateausohle kann man selbst in solchen Exemplaren noch verhältnismäßig gut laufen. Ich kombiniere meine Modelle gerne mit sommerlich maritimen Looks.


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Wedges mit abstrakten Keilabsätzen & coolen Mustern

Sehr modisch und aufregend wirken Modelle mit abstraktem Keilabsatz und/oder aufsehenerregenden Details beziehungsweise Mustern. Meine Schuhe mit großen Polkadots und coolen Formen sind ein echter Blickfang. Zu dieser Art von Schuh passen neben modernen Outfits auch Looks im Stil der 60er-Jahre ganz wunderbar. Außerdem verleihen sie jedem Vintage-Outfit einen modischen Touch.


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Was ist mit Dir? Magst Du Keilabsätze genauso gerne wie ich? Und welche Kombination gefällt Dir am besten?


Weitere Modeklassiker:

Caprihose
Dirndl
Hahnentrittmuster
Kleines Schwarzes
Marlene-Hose
Netzstrumpfhose
Nylonstrümpfe
Pencil Skirt
Petticoat
Streifenshirt
Strumpfgürtel
Strumpfhosen
Tellerrock

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